Moderne Arthrose-Therapie


Das Gelenk

Der Knochen an Gelenken ist stets mit einer weichen, elastischen Pufferschicht, dem Gelenkknorpel, überzogen, der wie ein Gummikissen Stöße abfängt. Durch seine spiegelglatte Oberfläche ermöglicht er ein fast reibungsloses Gleiten der Gelenkanteile. Zusätzlich geglättet und ernährt wird diese Knorpelschicht von der Gelenkschmiere. Der Hauptbestandteil dieser Schmiere (Synovia) ist die Hyaluronsäure, welche den Reibungswiderstand im Gelenk auf ein Minimum reduziert. Die Hyaluronsäure wird in der Gelenkschleimhaut (Synovialis) produziert und durch die Bewegung des Gelenkes ausgemolken: "Das Gelenk lebt durch Bewegung!"


Arthrose

Unter Arthrose versteht man durch Abnutzung und Alterung bedingte Veränderungen an Gelenken. Betroffen sind vor allem die großen Gelenke, wie Knie, Hüfte und Schulter, wobei auch die Gelenke an Hand und Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen sein können. Der ständige Gebrauch der Gelenke, Überlastungen, Verletzungen und Übergewicht fördern den frühzeitigen Verschleiß. Dabei verliert der Knorpel an Elastizität, er wird spröde und kann durch Druck und Reibung abgenutzt werden. Kleine Knorpelpartikel irritieren dann das Gelenk und reizen die Gelenkschleimhaut. Die entzündete Schleimhaut ist nicht mehr in der Lage, die dickflüssige Gelenkschmiere zu produzieren und sondert nur noch wässerige Flüssigkeit im Übermaß ab - es kommt zum Erguss.
Durch solche Reizzustände verliert die Schleimhaut auf Dauer ihre Fähigkeit hochwertige Gelenkschmiere und Hyaluronsäure herzustellen, welche so wichtig sind für den Schutz und die Ernährung des Knorpels. In der Folge kommt es zu vermehrtem Abrieb der Knorpelflächen, und es entsteht ein Teufelskreis, der zu einer Verschmälerung des Gelenkspaltes führt und schließlich Knochen auf Knochen stößt. Dies bereitet immer stärkere Schmerzen, wobei am Ende die Gelenkflächen nicht mehr zueinander passen, so dass in schweren Fällen ein künstliches Gelenk eingepasst werden muss.


Therapiemöglichkeiten


1. Die Hyaluronsäure-Therapie

Bei der Arthrosetherapie wird dem Gelenk das zugeführt, was ihm fehlt. Direkt in den Gelenkspalt wird die künstlich hergestellte Hyaluronsäure, eine gallertartige Masse, gespritzt. Sie erhöht zunächst die Viskosität der Gelenkschmiere und glättet die Oberfläche der obersten Knorpelschichten. Dadurch kommt es zu einem reibungsarmen Gleiten der Gelenkflächen und zu einer Normalisierung des Bewegungsablaufes. Der Knorpelabbau wird gestoppt und die Elastizität der Knorpelzellen wiederhergestellt.
Über einen Behandlungszeitraum von ca. fünf Wochen wird einmal wöchentlich die synthetische, hochreine Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk injiziert. Die honiggleiche, zähflüssige Lösung verteilt sich dann in dem Gelenk und es wird eine wohltuende Linderung herbeigeführt, die über Jahre anhalten kann.


2. Die MBST-(Kernspin-Resonanz)Therapie

Mit Hilfe der neuartigen MBST-(Kernspin-Resonanz)-Therapie kann Knorpel-Substanz wieder aufgebaut werden. Voraussetzung dafür ist, dass im betroffenen Gelenk noch Substanz vorhanden ist, von der aus der Aufbau begonnen werden kann. Mit der MBST werden gestörte Knorpelzellen durch hochspezifische elektromagnetische Felder beeinflusst und Knorpelzellen zur Regeneration und Neubildung angeregt.

Entstanden ist das MBST aus der Beobachtung, dass Patienten, die häufiger kernspintomographisch untersucht wurden, danach häufig über eine Verbesserung ihrer Beschwerden berichteten. In der Folge entstanden Geräte, die die Kernspin-Resonanz nutzen, nur mit geringerer Feldstärke als die MR-Geräte.
Im Grundsatz handelt es sich bei der therapeutischen Anwendung von Kernspin-Resonanz-Signalen um einen technologisch völlig neuen Ansatz. Der Stoffwechsel im menschlichen Körper wird in jedem Gewebe durch elektrische und magnetische Felder gesteuert. In einem gesunden Organismus regulieren körpereigene Signale so auch die Regeneration. Ist jedoch ein Gewebe - wie beispielsweise der Knorpel - geschädigt, ist diese Signalgebung häufig gestört, eine Regeneration ist nicht mehr möglich. Die Auswirkungen sind Gelenkbeschwerden wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und ein Fortschreiten der Arthrose. Die MBST versucht nun, die körpereigene Signalgebung in ihre ursprünglichen, gesunden Bahnen zu wandeln, so dass der Stoffwechsel aktiviert und eine Regeneration des Knorpels in Gang gesetzt werden kann.

Die MBST-Therapie wird bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

- Arthrotische Beschwerden in Knie-, sowie Fuß- und Sprunggelenken
- Osteochondroses dissecans vom Knie- oder Sprunggelenk
- Arthrotische Beschwerden in Ellenbogengelenken
- Arthrotische Beschwerden in den Hand- und Fingergelenken
- Knochenheilungsstörungen, Pseudarthrosen
- Meniskus-Beschwerden
- Beschwerden des Bandapparates und Sehenansatzbeschwerden
- Sportverletzungen

Ablauf der Behandlung

Nach ärtzlicher Untersuchung und Ausschluss möglicher Kontraindikationen wird je nach Schwere der Erkrankung die Behandlungsdauer festgelegt (drei, fünf oder neun Sitzungen an aufeinander folgenden Tagen, außer am Wochenende). Die tägliche Behandlung dauert ca. eine Stunde. Bei Arm- oder Beinbehandlung kann der Patient bequem sitzen und entspannt lesen oder Musik hören. Die Behandlung ist in der Regel schmerzfrei und angenehm. Erfahrungsgemäß bessern sich die Ruheschmerzen häufig schon während der Therapie, Bewegungs- und Belastungsschmerzen bessern sich im Verlauf von Wochen bis Monaten signifikant. Für die MBST-Therapie liegen inzwischen zahlreiche Studien vor, deren Ergebnisse im Ausmaß der erzielten Verbesserung überraschen. Die Studien wurden unter anderem an Hochschulen und Forschungsinstituten sowie in orthopädischen Fachkrankenhäusern und orthopädischen Praxen durchgeführt.

Fazit: Die MBST-Therapie bietet die Möglichkeit, die Regenerationsfähigkeit des Knorpels anzuregen und die Funktionsfähigkeit des Gelenks auf nicht-operativem Wege zu steigern.

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